Weißer Buddha

Weisser Buddha

Zu der weißen Tara wie zu anderen Aspekten des tibetischen Buddha gehört auch die damit verbundene Rezitationspraxis. Weißer Buddha der japanischen Literaturen Um 1905: Menoru Eguchi, ein Büchsenmacher, wohnt auf der stillen südjapanischen Ono. Ungeachtet seines geschützten Dorflebens kam er schon in jungen Jahren mit den harten Aspekten des Alltags in Berührung: Im Alter von fünf Jahren, als sein Vater ertrank, erfuhr er, was der Mensch mit dem Tode meinte. In seinem Leben sind viele Menschen verloren gegangen: seine Kindheitsliebe, sein bester Kumpel, sein Söhnchen.

Nicht nur über diese Verluste, sondern vor allem über Minorus Lebensgeschichte: über die Nachstellung des russisch-japanischen Kriegs als Kinder, über seinen Soldatseinsatz in Sibirien 1919 und den Aufschwung seiner kleinen Werkstätte nach dem Zweiten Weltkrieg. 2. Mit zunehmendem Alter verliert er sich.

Anfangs vom Tode erschrocken, erlernt er, damit umzugehen und es als etwas zu betrachten, das unabdingbar mit dem eigenen Dasein verbunden ist. Für Minoru heißt es, das eigene Schicksal zu vernachlässigen, und so ist es sein Anliegen, allen Verstorbenen zu ehren. Vorbild für diesen Film war für den Schriftsteller sein eigener Grossvater, der einen solchen Buddha auf seiner Heiminsel bauen liess.

So ist das Großvaterleben ein grobes Vorbild für den Film, wird aber von Hitonari Tsuji grosszügig gestaltet. Es gibt also mystisch-geistige Schauplätze während des Romanes, in denen Minoru auf einen weißen Buddha trifft oder in denen ihm Gespenster seiner verstorbenen Freundinnen begegnen. Der Schreibstil von Hitonari Tsuji in kurzer Sätze und einer klaren Formulierung macht den Text leicht und rasch ablesbar.

Nach Waiting for the Sun ist der Weisse Buddha das zweite Buch des Verfassers in deutsch. Wer Waiting for the Sun liest, kann daher von der geradlinigen Handlung und der sehr niedrigen Spannung überrascht sein. Das ist die Geschichte eines Menschen, für den der Tot ein Teil des Lebens ist - anders als hier heute - und der deshalb lernen kann, ihn zu ertragen.

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