Tharandter Wald

Tharundzwald

Wir begrüßen Sie in einem der schönsten Wald- und Wandergebiete der Region! mw-headline" id="Geschichte">Geschichte[Bearbeiten | < Quelltext bearbeiten] Mitten in Sachsen befindet sich der Tharandter Wald, früher bekannt als Grillburger Wald, im Südwesten der Waldstadt Tharandt, im Süden der Gemeinde Wilsdruff, etwa zwischen Freiberg und Dresden. Verwaltungstechnisch gehört er heute nahezu ausschließlich zu Tharandt mit den Landkreisen Grillenburg und Tharandt und ist mit dem rechtsgeschützten Wort und der Bildmarke[1] im Schriftzug versehen:

Der Tharandter Wald - Sachsens schönste Wälder, die in den 1920er Jahren aus der Tourismuswerbung entstanden sind. Darüber hinaus ist der Tharandter Wald ein überregional bedeutender Geo-Park, in dem auf kleinstem Raum die geologischen Felsvorsprünge aus mehreren geologischen Epochen zu finden sind. Das Dorf Warnsdorf existierte im XII. Jh. für kurzzeitig inmitten des Waldgebietes an der Wasser reichen Warnnsdorfer Quell im Einflussgebiet des Typfisch.

In dem noch vollständig vom Wald umschlossenen Nachbardorf Grillenburg wurden die Fundamente eines weitläufigen romantischen Komplexes aus dem XIII. Jh. gefunden. Es ist auch nachgewiesen, dass der grillenburgische Natursandstein seit dem XIII. Jh. abgebaut wird. Der Tharandter Wald wurde auch vom Fürstenweg oder Herrentweg durchquert. In der Frühneuzeit wurde der Wald für die Landesjagd (Jagdschloss Grillenburg) sowie für die Gewinnung von Holz und Holzkohle für den Steinkohlebergbau (Holzkohleverbrennung) und die Residenz Dresden (Rafting) genutzt.

Darüber hinaus erfolgte rund um den Tharandter Wald, vor allem bei Mohorn-Grund und Edle Krone, der Silberabbau und der Betrieb von Steinbrüchen direkt in den Wald. In Fördergersdorf am Pörsdorfer Rands (ehemals Zeidler) und dem Luftkurort Hartha am Hartheberg siedelten sich die Seidler (Waldbienenzüchter und Waldmeister) an und versorgten das Unternehmen mit Wax und Saft. Im Wald befinden sich Kunstweiher, die noch heute für die Aquakultur genutzt werden.

Zu Beginn des achtzehnten Jahrhundert war der Tharandter Wald im Tännichgrund bei Naundorf das Versteck des in ganz Sachsen bekannten Diebes Lips Tullian und seiner Schwarzgarde. Der Tharandter Wald galt als Musterbeispiel für eine nachhaltige Waldwirtschaft aus Holzmangel. Heinrich Cotta aus dem thüringischen Städtchen Reutlingen brachte deshalb eine private Waldakademie mit, die 1816 von Heinrich Cotta gegründet wurde. 1811 wurde bereits die Königlich-Sächsische Waldakademie gegründet, ebenso wie der Botanische Garten des Waldes in Tharandt.

Im 18. Jh. wurde es zur Wiederherstellung von Bürgerfamilien, vor allem aus Dresden, genutzt, darunter in jüngster Zeit so bekannte Persöhnlichkeiten aus Naturwissenschaft und Technik wie Heinrich Ernemann und Eva von der Osten, die hier ihre Ferienresidenzen bezogen. In der Zeit des NS-Regimes wählten der sächsische Landhauptmann, Reichsführer und Staatsjäger Martin Mutschmann 1936 das Jagdschloss Grillenburg zum Standort des saxt. Jägerhofs.

Sein 1938 errichtetes Gasthaus Neu Jägerhaus wurde ebenfalls von ihm benutzt und fungierte als Genesungsheim des VdN Elsa Fenske für Opfern des Nationalsozialismus in der Zeit der DDR. Unter fachkundiger Leitung der Technischen Universität Dresden, Abteilung Tharandter Forstwirtschaft, ist der ganze Wald seit langem ein Nahversorgungsgebiet und bereits von der Zentralkurverwaltung des Tharandter Gemeindevereins und Hilfskräften des Kulturbundes mit Hinweisschildern und Lehrpfaden beschildert und mit Lehrpfaden aufbereitet.

Der Tharandter Wald als geschlossenes und gut zugängliches Naturgebiet ist nach wie vor ein Naherholungsgebiet für die Einwohner der angrenzenden Gebiete und deren Besucher. Seit 1997 ist die Tharunder Waldregion durch die alle zwei Jahre öffentliche Bekanntgabe der Tharunder Waldkönigin vertreten, die beispielsweise vom Verkehrs- und Versönerungsverein "Tharandter Wald" e. V. beim traditionsreichen Chortreffen im Tharunder Wald und dem Staatsaford-Aktionstag Mal wieder Wald und Holz see (Wieder Wald und Wald sehen) präsentiert und gekürt wird.

Die Landschaft des Tharandter Wälders lässt sich nicht klar klassifizieren. An der Mündung von Wilder Weisseritz in Schloitzbach befindet sich im nordöstlichen Teil die Ortschaft Tharandt. Dazu gehört auch der Luftkurort Hartha im Norden des Wälders mit seinen Bezirken und den Städten Pohrsdorf und Grossopitz. Durchquert wird dieser Bezirk vom Fluss Tharandt, der im Tharandter Wald entspringt und bei Meißen in die Elbe einmündet.

In südwestlicher Richtung befinden sich Hetzdorf und Niedererschöna (Gemeinde Halsbrücke) und weiter im Süden Naundorf, Teil von Bobritzsch-Hilbersdorf, am Waldrand. Dörfchenhain und Höckendorf mit Edle Krone sind alte Bergbaugebiete. Kurze Zeit vor der Edle Krone mündet die Eisenbahnstrecke von Sachsen-Franken aus dem seerenbachtalen in das Weißeritztal, die Route und das Dorf wurden durch das Überschwemmungsgebiet im Jahr 2002 stark beeinträchtigt.

Dieser Magistral ist nahezu ident mit der Südgrenze des Tharandter Waldes und gehört zu den abschüssigsten Normalspurbahnen Europas (1:39). Die Bezirke Somsdorf und Weißig liegen im Westen an der Grenze zur Gemeinde Freital. Ca. 1,5 Kilometer ýstlich von Naundorf und ca. 4,5 Kilometer ýstlich von Grillenburg liegt das geographische Zentrum Sachsens an der sogenannten "Diebskammer", im Týnnichtgrund, im Bezirk Grillenburg des Luftkurortes Hartas.

Die Tharandter Wälder, die in einem uralten Vulkanbecken - einer Caldera - liegen, haben eine Vorgebirgshöhe mit großen klimatischen Unterschieden und meist kahlen, saurem Boden. Der Wald ist für die Tharandter Waldschüler ein grünes Auditorium mit vielen waldbotanischen Attraktionen und günstigen Gehmöglichkeiten, das ihn auch als Nahversorgungsgebiet für den ganzen zentralsächsischen Raum auszeichnet.

Zu Forschungszwecken gibt es im Südosten des Landes nordwestlich des Markgrafenstein ein immissionstechnisches Versuchsfeld, dessen Ursprung auf das Vorhandensein von Rußschäden, vor allem durch die Rauchgasemissionen aus dem Freiburger Bergbau- und Verhüttungsgebiet und die Inbetriebnahmen der halsbrückischen Esesse, zurück zu führen ist. Erwähnenswert ist auch der Seeteich am Südrand des Tharandter Wälders, ein früherer Flößerteich mit türkisblauer Farbe.

Der Tharandter Wald hat einen ganz speziellen Renommee als Quadratkilometer für die Geologie, denn hier befinden sich gute Felsvorsprünge aller wichtigen Gesteinsarten in der unmittelbaren Naehe. Sie ist ein begehrtes Ausflugsziel für die Studierenden der nahe gelegenen Berakademie Freiberg und der UdD. In der geologischen Entstehungsgeschichte des Untergrundes des Tharandter Waldes sind im Kern drei Bestandteile enthalten.

Diese Felsnase ist Teil des Vulkanitkomplexes Tharandt. Bekannt ist die Gemeinde für ihre kreidehaltigen Sandsteinlagerstätten, die sich bis zum Grillenburgsandstein inmitten des Tharandter Urwaldes erstrecken, aus dessen Materie viele architektonische Teile für Gebäude in den Gebieten Freiberg, Meißen und Dresden und in jüngster Zeit auch Mahlsteine stammen. Mitgebracht hat er Materialien aus weiter entfernten Westregionen des jetzigen Sachsen.

An mehreren Orten im Tharandter Wald wurde Sandgestein gewonnen. Zwischen Tharandt und Mohorn-Grund verbinden das Heimatmuseum und der Erdkundliche Lehrpfad diese Ausläufer. Von Tharandter Wald über Freital bis zum Schlosswitztal (= Heimatwerte. Bd. 21). Ursprünglich am 16. Februar 2014 datiert; abrufbar am 16. Dezember 2014, Tharandter Wald, Webseite der Grünliga Oberzgebirge e.V.

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