Thailand Wirtschaft

Die thailändische Wirtschaft

Die thailändische Wirtschaft ist in den letzten Jahrzehnten, wie in vielen Schwellenländern Südostasiens, rasant gewachsen. Wenn wir über die Wirtschaft in Thailand sprechen, müssen wir auch einen Blick auf die Geschichte werfen. Das thailändische Land ist - und war schon zu Siams Zeiten - eins. In unserem Außenhandelszentrum in Bangkok haben wir für Sie die wichtigsten Informationen über die thailändische Wirtschaft zusammengefasst.

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Die thailändische Wirtschaft ist marktorientiert und liberal. Ein wichtiger Wirtschaftsfaktor ist die Agrarwirtschaft in Verbindung mit dem Außenhandel: Thailand ist neben den USA der weltgrößte Reisexporteur. Die thailändische Wirtschaft ist in den letzten Jahren wie in vielen aufstrebenden Märkten in Südostasien rasant gewachsen. Aber auch in Thailand ist die schwächere Weltwirtschaft zu spüren, wobei der Warenaustausch mit China am stärksten betroffen ist.

Die politischen Konflikte bremsen auch das wirtschaftliche Wachstum. In Thailand ist der Warenaustausch mit anderen Ländern seit Jahrtausenden ein wichtiger Pfeiler der thai-wirtschaft. Schon zur Zeit der Seidenstraße unterhielt das thailändische Königsreich Wirtschaftsbeziehungen zu Indien, China und Japan. Erst kürzlich konsolidierte Thailand die Wichtigkeit des Aussenhandels und wurde Mitglied des ASEAN-Freihandelsabkommens.

China und Japan zählen wie in den vergangenen Jahrzehnten zu den bedeutendsten Wirtschaftspartnern, heute auch die USA und die Europa. 1997 erlitt das rasante Wirtschaftswachstum Thailands einen Rückschlag: Die Nationalwährung Bath bricht ein. Auch in Thailand hat sich die seit 2013 schwächere Weltwirtschaft durchgesetzt. Insbesondere der Außenhandel mit China ist beeinträchtigt, und auch die Inlandsnachfrage ist zurückgegangen.

Im Jahr 2013 betrug das Wachstum bezogen auf das Bruttosozialprodukt (BIP) 2,9 Prozentpunkte, im Jahr 2014 gar nur noch 0,7 Prozentpunkte. Die politischen Turbulenzen und Bombenangriffe in Bangkok haben im Jahr 2015 zu einer weiteren Schwächung der Wirtschaft geführt. Thailand ist derzeit die am schwächsten wachsende Volkswirtschaft in Südostasien. Dass sie sich jedoch in der Krise wiederherstellen kann, hat die thailändische Wirtschaft in der vergangenen Zeit immer wieder bewiesen, zum Beispiel nach der Flutkatastrophe von 2011: Im Folgejahr kletterte das Wachstum auf über sechs Pro-zent.

Zur Ankurbelung der Wirtschaft hat die thailändische Landesregierung entschieden, 206 Mrd. BHT zu investieren, was 5,1 Mrd. EUR entspricht. Auch die Körperschaftsteuer wurde von 15 auf zehn Prozentpunkte gesenkt. Von einer depressiven Stimmungslage in der Bevoelkerung ist nichts zu erkennen, die Konsumfreudigkeit der Thais ist ungebrochen. Mit 1,2 Prozentpunkten ist die Arbeitslosigkeit relativ niedrig.

Auf die niedrigsten zehn Prozentpunkte der Privathaushalte entfällt ein Anteil von 2,7 Prozentpunkten am Gesamteinkommen. Die zehn besten Prozentsätze machen 33,4 Prozentpunkte des Erträgnisses aus. Auch die Menschen in Thailand verbringen das verdiente Kapital gern. Gemessen an der Gesamtbelastung durch private Verschuldung ist Thailand zusammen mit Malaysia das führende Land Asiens und hat gleichzeitig den größten Anstieg der privatwirtschaftlichen Verschuldung.

Thailands Staatsschulden beliefen sich 2014 auf rund 130 Mrd. EUR, was 46,1 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts entsprach. Die Bundesregierung hat für 2015 eine neue Verschuldung von 2,5 Prozentpunkten des Bruttoinlandsprodukts angekündigt. Im Jahr 2014 betrug die Teuerungsrate moderate 2,0 vH. Der Dienstleistungssektor und die Branche zählen zu den bedeutendsten Treibern der thailändischen Wirtschaft.

Sie machen zusammen 45 Prozentpunkte des Bruttosozialprodukts aus. Auch Thailand hat reichlich natürliche Ressourcen wie Erze, Braun- und Gas. Einen weiteren relevanten wirtschaftlichen Faktor stellt die Agrarwirtschaft dar. Obwohl sie nur zehn Prozentpunkte des Sozialprodukts ausmacht, sind in der Agrarwirtschaft 40 Prozentpunkte aller Beschäftigten tätig. Die grösste Devisenquelle und ein weiteres wirtschaftliches Element ist der florierende Touristik.

Die Quote des Bruttoinlandsprodukts liegt bei zehn Prozentpunkten. In Thailand kommen die meisten Besucher aus anderen Ländern Asiens, es folgen Besucher aus Nordamerika und Europa. Die Tourismusbranche hat in den letzten Jahren ein starkes Wirtschaftswachstum erlebt, das von Jahr zu Jahr weiter wächst. Im Jahr 2014 kamen 24,8 Mio. Menschen in das Jahr 2014, im Jahr 2015 rechnet die Tourismusbranche mit 29,9 Mio. Gast.

Auch Thailands Wirtschaft partizipiert von Auslandsinvestoren. Wegen der geringen Lohnkosten haben viele Auslandsunternehmen Produktionsanlagen in Thailand erbaut. Der Thai Board of Investment (BoI) räumt ihnen Steuererleichterungen und ein beschleunigtes Bewilligungsverfahren ein, was die Investition für internationale Konzerne interessant macht. Die Auslandsbeteiligung darf in einigen Bereichen 49% nicht übersteigen. Thailand unterhält aktive Handelsverbindungen nicht nur mit China, Japan und den USA, sondern auch mit Australien und Neuseeland.

Zusätzlich zum FHA der ASEAN hat Thailand 2007 ein eigenes FHA mit Japan und 2009 ein FHA mit Ozeanien abgeschlossen. Es ist ein Freihandelsabkommen mit Indien vorgesehen und Thailand verhandelt seit 2012 mit der Kommission. Doch auch exotisches Obst und Fisch aus Thailand sind bei Geschäftspartnern gefragt, ebenso wie Gummi.

Hauptkunden sind die ASEAN-Länder, gefolgt von China, den USA, der EU und Japan. Die ASEAN-Staaten sind erneut die wichtigsten Wirtschaftspartner, vor China und Japan. Thailand importiert auch eine beträchtliche Menge an Waren und Ausgangsstoffen aus der EU und den USA. Im Jahr 2014 führte Thailand Waren im Gesamtwert von 4,627 Mrd. EUR nach Deutschland aus.

Dafür sind Waren im Gegenwert von 3,942 Mrd. EUR nach Thailand aufgebrochen.

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