Mae Salong Thailand

Mit Mae Salong Thailand

Die Santikhiri (thailändisch: ?????

???? ehemals: Mae Salong, ???????) ist ein Dorf im Landkreis (Amphoe) Mae Fa Luang der thailändischen Provinz Chiang Rai.

Thailändischer Teeblog für die Dôle Salong

Am Morgen des zweitletzten Tags des Jahrs 2011 ist es 10:45 Uhr: Alex, mein 6-jähriger Junge, und ich steigen in einen Autobus nach Chiang Rai, nachdem wir mit einem Motorradauto zum Busbahnhof der Arkade gefahren sind, dessen Sidecar gerade genug Zeit hat. Das Reiseziel ist Doi Mae Salong.

Während einer Visareise hatte ich zwei Monaten vorher einen kurzen Abstecher in die chinesische Metropole hoch in den Gebirgen Nordthailands gemacht, die meine Interesse weckte und den Ball ins Rollen brachte. Zwar war es mein dritter Aufenthalt in der südthailändischen Bergkapelle, aber die für Doi Mae Salong charakteristische und heute das Stadtbild prägende Teeproduktion rückte erstmals in den Mittelpunkt meiner Aufmerksamkeit: ein reichhaltiges Sortiment an fachmännisch angebautem und verarbeitetem Grüntee, Oolongtee und natürlich aromatisiertem Teegeschmack sowie zuletzt, wahrscheinlich aufgrund der entsprechenden Westnachfrage, auch schwarzer (chinesischer: "roter") und sehr preisgünstiger Selbermachen.

Seit einigen Jahren genießen Thaitees, vor allem die Thai Oolong Tea, einen internationalen Ruhm für ihre hohe Qualität. Allerdings sind diese Teearten in Deutschland noch kaum verfügbar, und die wenigen Lieferanten berechnen erhebliche Erlöse. Ein Grund dafür mag sein, dass die Anbaugebiete in Thailand aufgrund der für hochwertige Teesorten notwendigen Höhe von über 1200 Metern begrenzt sind und das Saarland daher "nur" ein geschätztes jährliches Teevolumen von 200-300 Tonnen erzeugt, was ein anständiger Teeberg ist, aber schon gar nicht ausreicht, um für große, weltweit tätige Handelskonzerne in der Industrie von Interesse zu sein.

Ich war nach einigen Recherchen und zahllosen Bechern Oolong N°17 nun auf dem Weg zum Doi Mae Salong, um mehr über die Teeprodukte, Preise und Verfügbarkeit dort zu erfahren und eine repräsentative Probe für Testzwecke zu kaufen. Auf dem Weg von Klausenburg Mai nach Doi Mae Salong geht es zwangsläufig über Klausenburg Rai, die zweitgrösste Metropole Nordthailands.

Unsere Busse, die klimatisierte Luxusvariante des thailändischen Linienbusses, benötigen etwa 3 Std., um auf der 185 km langen Route nach Klausenburg Rai zu gelangen und bieten den vorteilhaften Sitzplatzgarantie. Als wir unsere Stellen einnehmen, machen wir uns auf den Weg zur ersten grösseren Stufe unserer Anreise. Der Weg verläuft zunächst durch flaches Gelände, das von Ortschaften und landwirtschaftlichem Boden umgeben ist, zwischen isolierten Bäumen, die an den dichtem Waldteppich erinnern, der früher das ganze Gebiet um den Ort Klausenburg umgab.

Auf beiden Straßenseiten nähern sich zunehmend Wälder, Gebirge und Schluchten, die von kleinen, mit Gräsern und Unterholz überwucherten Ansiedlungen, Wiesen und Lichtung durchzogen werden. Diese geben gelegentlich einen kurzen Einblick in ruhige, grün geprägte Seitentäler, während man vorbeifährt. Vor 19 Jahren war ich dort während meiner zweiten Thailandreise (von der ich nie wirklich zurückkommen sollte) einmal für eine Nächtigung.

Zu dieser Zeit war die Hansestadt eine Form des chinesischen Wildwestens gewesen, der vom Handel mit Opium lebt und sich so weit wie möglich aus dem Einflussbereich der Thai-Ordensbehörden zurückzieht. Niemals werde ich daran denken, dass ich und mein Reisebegleiter von einer Truppe Thaisoldaten, die mit MGs in der Dunkelheit bewaffnet waren und ohne zu klopfen in unser Raumstürmen.

Auch wenn dies bisher meine formgebendste Erinnerungen an Doi Mae Salong war, hatte der Platz nach meiner Auffassung immer eine exotisch anmutende und mysteriöse, beinahe sagenumwobene Ausstrahlung. Durch die Historie und Weiterentwicklung des Doi Mae Salong ist diese kleine Ortschaft, die von etwa 25000 Menschen bewohnt wird und auf einer Seehöhe von bis zu 1600 Metern liegt, ein ganz besonderer und unverwechselbarer Zementplatz.

Aus Burma wanderten bald ganze Banden dieser chinesischer Kuomintangsoldaten nach Thailand und Taiwan, wo sie die typischen Yunnan-Gemeinschaften bildeten. Der wichtigste dieser Gemeinschaften in Thailand ist Doi Mae Salong, eine kleine, malerische Stadt auf einer Seehöhe von ca. 1600 Metern inmitten der märchenhaften Landschaft der nördlichen Thaiberge.

Die Gegend ist Teil des sagenumwobenen Golddreiecks, und es ist anzunehmen, dass die Kuomintang Chinese Doi Mae Salongs ihren Teil, wenn nicht sogar den entscheidenden Teil des florierenden Opiumhandels beigetragen haben, für den sich das Golddreieck einen weltweiten Bekanntheitsgrad erarbeitet hat. Thailand ist seinem königlichen Haus, nämlich seinem seit 1946 an der Macht befindlichen Herrscher King Bhumibol Adulyadej Rama IX, seinen verhältnismäßig frühzeitigen Rückzug aus dem Opiumanbau in einem wirtschaftlich relevanten Ausmass schuldig.

Die Bemühungen der Thai-Königsfamilie, dies zu erreichen, sind letztendlich auch dafür verantwortlich, dass die Einnahmen aus dem Schlafmittelanbau in der Bergkapelle innerhalb weniger Jahre durch einen aus dem Teeanbau und in geringerem Umfang durch andere Nutzpflanzen ersetzt wurden. Doi Mae Salong hat aus der Notwendigkeit heraus gewissermaßen eine De gemacht.

Die Anbaugebiete produzieren heute über 200 Tonnen pro Jahr und vor allem die Qualitäten der einheimischen Oolong-Tees, für die die Anlagen aus Taiwan stammen, werden seit mehreren Jahren weltweit für ihr unübersehbares, mildes und gesundheitsförderndes Wohlergehen geschätzt. Der Doi Mae Salong ist perfekt für den Teeanbau.

Höhe, Landschaft und Bodenbeschaffenheit, ähnliche Verhältnisse wie in den Anbaugebieten Taiwans, aus denen die Teepflanzen eingeführt wurden, erlauben den Anbau von feinsten grünen und oolongischen sowie in jüngster Zeit von schwarzen Teesorten. In der Produktion wird auch eine Auswahl an Teesorten hergestellt, die auf natürlichem Wege mit Jasminenblüten oder Thai Jasminenreis gewürzt sind. Gab es vor 20 Jahren in Doi Mae Salong noch einen Strassenmarkt, der eine einheitliche Verschmelzung von Yunnan-Dorfidylle und touristischen Ambitionen (Schlangen und andere Haustiere in Spiritus sowie andere Verdunkelungen) zu sein scheint, so ist die rund 3 Kilometer lange Hauptstrasse der Hansestadt, die hauptsächlich aus Bögen und steilen Steigungen besteht, heute auf beiden Ufern durch den Teehandel gekennzeichnet.

Am Busbahnhof in Chiang Rai angekommen, müssen wir die nächsten Schritte unserer kleinen Tour vorantreiben. Dies führte nach Mae Chan, einer grösseren Stadt auf halbem Weg zwischen Chiang Rai und Mae Sai, einer Grenzstadt Thailands zu Burma. Bei Mae Chan biegt eine Strasse, die weiter in die Bergwelt und schliesslich zum Doi Mae Salong fuehrt, ab. Sie befindet sich auf der linken Seite des Highway.

Der Tuk-Tuk ist ein typisch thaiisches Gastaxi, das mit wenigen Ausdrücken kaum zu erklären ist. Der Tuk-Tuk fährt nach etwa einer Dreiviertelstunde durch eine ähnliche Gegend wie zwischen Klausenburg und Klausenburg Rai und hält nach wenigen Kilometern vor einem typisch thaiischen Eckladen.

Ab hier ist die Fahrt zum Doi Mae Salong wie eine Fahrt in eine andere Märchenwelt. Nach dem wir Mae Chan hinter uns lassen haben, geht die Strasse, die aus einer unendlichen Reihe von Kehren zu bestehen schien, wieder steil aufwärts. Dort! In einem Talkessel weit unter uns rechts entdeckt man es endlich: Die erste Teeplantage!

Damit sind wir jetzt auf einer Seehöhe von über 1200m und der Doi Mae Salong kann nicht mehr allzu weit weg sein. Von Zeit zu Zeit sieht man auf beiden Straßenseiten kleine Sammlungen von Häusern aus Wald und Bambuss mit Blatt- und Strohdächern, die die Häuser der verschiedenen lokalen Bergvölker wiedergeben.

Schliesslich gewinnen die Wohnhäuser auf beiden Straßenseiten an Regelmässigkeit und Wiederholung. Vorbei an einem letzen Militärkontrollpunkt und um die nächsten Kurven kommt Doi Mae Salong in Sichtweite. In der einen Stunde rollen unsere Taxis auf der 3 Kilometer langen, kurvenreichen und konstant steilen Hauptstrasse der fremden Stadt inmitten der Berge Nordthailands.

Kaum ein Wohnhaus in dieser Großstadt, dessen Einwohner keine Geschäfte betreiben: Jedenfalls sage ich unserem Taxitreiber den Titel des von mir reservierten Ferienortes (das Doi Mae Salong Hotel in der Mitte des Doi Nai Fantasy Hotels, etwas teuerer, aber zu Recht, wie sich später herausstellt) und er stimmt zu, uns dort hinzufahren.

Von unserem Bungalow-Balkon aus blicken Sie links auf den näheren Teil der Innenstadt, während sich rechts ein Blick auf einige Teeplantagen öffnet, die sich friedlich in die Innenstadt einfügen, die in der Entfernung von dem weiter entfernten Teil des Doi Mae Salongs umrandet werden. Während wir die Förmlichkeiten an der Reception erfüllen, lernen wir, dass unser Besuch mit dem jährlichen Chinese Tea Festival in Doi Mae Salong vom 24. Oktober bis 22. Februar übereinstimmt, das jeden Abend bis in die frühen Morgenstunden musiziert und tanzt.

Ansonsten lerne ich viele von ihnen bedauerlicherweise erst auf der Hauptstraße des Doi Mae Salong kennen, die schwer auf- und abzusteigen ist, kilometerweit später. Abends ist die Wanderung zu Fuss am Doi Mae Salongs bei Nacht noch einmal um das Doppelte anstrengender, da die bereits schmale Strasse, die an eine Berg- und Talbahn erinnert, keinen Bürgersteig hat, aber durch die Ferien und das Teefest ist auch viel los.

In den Teeläden des Doi Mae Salong ist es üblich, den Gästen nicht nur eine scheinbar unbeschränkte kostenlose Teeprobe zu bieten, sondern ihnen diese auch aufzuzwingen, so dass der Aufenthalt nur einiger weniger dieser Geschäfte mit einem erheblichen zeitlichen Aufwand einhergeht. Also verweilen wir die nächsten Stund mit einem Spaziergang Doi Mae Salong und dem Halt in einer Anzahl von Teeshops, wo wir uns nach und nach durch das ganze Teeportfolio der Gegend ausgießen.

Denn wir enden in einem Laden, dessen Angebote mich rundherum überzeugen. Die einheimischen Oolong-Tees, Grüntees, Jasmintees, Reisaromentees, so genannte 4-Saisontees sowie aus China eingeführte Jiaogulan- und Ginsengtees gibt es in verschiedenen Varianten und Güteklassen, kurz gesagt: alles, was mein Großherz wünscht. Danach besuchen wir das Teefestival von Doi Mae Salong in der Nähe unseres Resorts.

Das auf der Festivalkulisse präsentierte Musikprogramm wird an diesem Tag die ganze Welt erklingen lassen und hat uns bereits auf unserer Teeshop-Odyssee mitgenommen. Vergleichsweise handliche, ca. 100 Meter lange Reihe von Teeshops auf flachem Terrain vs. eine kilometerlange Berg- und Talentwanderung durch Doi Mae Salong. In einem kleinen Chinarestaurant auf dem Festgelände wird zum Mittagessen eine Yünnan-Ente mit gekochtem Spinatblatt gebraten.

Nach einer halben Std. sind wir in der Teefabrik, vor der eine neue Ladung Oolong N°12 in der prallen Luft aufliegt. Man erfährt, dass die Teezubereitungen mindestens der edeleren Varietäten im Doi Mae Salong noch immer vollständig von Menschenhand erlesen werden. Für einen Oolong-Tee wird der ganze Vorgang je nach gewünschter Gärung mehrmals durchgeführt, und das zusammengedrückte Rollen des in dem unter Drehung gepressten Stoff führt offensichtlich dazu, dass sich die Teezubereitungen zu Bällchen, dem bekannten chines.... "Gunpowder" aufrollen.

An diesem Tag ist es mir nicht klar, aber ich lerne, dass in diesen Boilern die Würze von teas mit jasminhaltigen Blättern oder Thai-Jasmin-Reis auch unter Zugabe von Wärme durchgeführt wird. Eine Serie von Oolong und Grüntees in verschiedenen Qualitäts- und Preiskategorien, ein mit Jetblüten aromatisierter Thé, ein mit Thai Jet Reis aromatisierter Thé, ein Vierjahrestee (viermal im Jahr geerntet) und zwei aus China importierte Thées, von denen einer ein Ginsengtee und der andere der sagenumwobene chinesische " Immortalitätskraut " Jiaogulan ist.

Nach langem und hartem Gespräch über Menge und Preis über viele Teetassen haben wir endlich eine "Probe" von 24 kg Tees geordert, die auf jeden Fall ausreicht, um meinen eigenen Teebedarf fürs Leben zu befriedigen. Das chinesische Design der Teepackungen ist extrem original und es gibt nichts, was man der Vakuumverpackung hinzufügen könnte. In großen Kartons werden die Einzelpakete gelagert und ich mache mir Gedanken darüber, wie ich sie am folgenden Tag nach Chicago bringen werde.

Wenn sie nach 10 Min. zurückkehrt, erzählt sie mir, dass sie einen Songthaew-Fahrer ausfindig gemacht hat, der mich am anderen Tag zu einer Zeit meiner Wahlmöglichkeit für 800 Baht bereithalten will (20?), ein Gebot, das ich angesichts der immer schwereren Boxen vor meinen Ohren gern akzeptiere.

Zu den beiden weiteren Tagesordnungspunkten gehören ein Besichtigung der Teeplantagen um Doi Mae Salong und der viel beachtete Blick aus dem Chinesentempel auf dem Gipfel des Berges über Doi Mae Salong. Von Doi Mae Salong aus fahren wir in Fahrtrichtung Mae Chan und fahren nach ca. 1 Kilometer wieder zurück nach Deutschland.

Oben angekommen steigen wir wieder auf den Rücksitz unseres Motorrad-Taxis und fahren weiter zum Tempelturm hoch über dem Doi Mae Salong. Weniger eindrucksvoll ist der eigentliche Tempelturm, aber im zweiten Stock befindet sich eine Aussichtsterrasse, die einen 180°-Panoramablick auf die nähere und weitere nähere und weitere Umgebung gibt. Bei der Rückfahrt in die Innenstadt macht unser Chauffeur einen kleinen Abstecher, um uns das "Teedenkmal" von Doi Mae Salong zu demonstrieren.

Ergänzt wird das Ganze durch ein "3 Teekannen-Kunstwerk", das zwangsläufig an einen Springbrunnen erinnerte, aber kein Gewicht hat. Bei der Rückfahrt in die Innenstadt entdeckt man einen weiteren Buddhistentempel, ansonsten die häufigste aller Erscheinungsformen in Thai-Dörfern und -Städten, aber nicht so in Doi Mae Salong: Selbst Bauwerke, die auf den ersten Blick aussehen wie Klöster, enthalten oft keine Buddhistenreliquien und beherbergen dabei auch keine Ordensmönche.

Dies sind wohl mehr Ausdruck der spirituellen Identität Chinas oder der Anbetung von Kunstwerken. Es handelt sich jedoch offenbar um einen buddhistischen Kulturtempel mit allen Eigenschaften eines typisch thailändischen Kulturtempels, der, wie viele von ihnen, an einem besonders schönen Platz liegt, in diesem Falle auf einem Berg am Rande der Stadt, vor dem Hintergrund eines prächtigen natürlichen Panoramas.

Wir spazieren nach einem kleinen Ausflug in unser Gästehaus entlang der Hauptstraße und halten an der "New Era", einem kleinen Lokal mit angebauter Backstube, das regelmäßig von einem sympathischen kleinen Franzosen (Thomas) und seiner Thaifreundin geführt wird. Neben Thai-Gerichten gibt es die wohl einzigsten Käse-Sandwiches der Welt und ein westliches Fruehstueck mit Toast, Ei, Kaffe, Torte usw....

Wir besuchen auch das "Tea Festival", auf dem Weg dorthin, begleitet von einem wunderschönen Abendrot über den Hügeln um Doi Mae Salong. Über das Festivalgelände machen wir eine Abschlussrunde, wo wir es nicht verpassen, uns an "unserem" Teestand mit einer Tasse Kaffee mit Thai-Jasmin-Reis ("Chaa Khao Hoom") verwöhnt zu werden.

Doi Mae Salong verlassen ich mit einem schreienden und einem lachtenden Blick.... Ich glaube, dieser Platz wird mich bald wieder sehen.

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