Lissabon

Lisbon

Lisbon (port. Lisboa) ist die Hauptstadt Portugals. Reisende gegen Ortsansässige Die portugiesische Landeshauptstadt ist unter der Popularität bei Feriengästen leidet: Sechs Mio. Menschen gegen fünfhunderttausend Einheimische. Obwohl sich die Hansestadt weiterhin auf den Fremdenverkehr konzentriert, fangen die Einheimischen an, sich zu verteidigen.

Die Atmosphäre im Lissaboner Bezirk Graça ist dicht: Die Bevölkerung des ehemaligen traditionellen Bezirks wird immer weniger und immer weniger. Das ist kein Wunder: Immer mehr Urlauber stellen ihre Koffer durch die gewundenen Alleen hinter dem Schloss am frühen Morgen, ältere Appartements wurden zu AirB&B-Wohnungen umgebaut, elektrische Tuk-Tuks werden hinter den Trams eingeklemmt.

Im vergangenen Jahr besuchten sechs Mio. Feriengäste die Hauptstadt Portugals; die Einwohner der Altstadt meinen, es spukt. In der vergangenen Wochen hatte der Grand Prix de la Song Contest (ESC), die Hauptattraktion von Lissabon, einige tausend weitere Gäste in die Hauptstadt Portugals mitgenommen. "Die Nachbarschaft kenne ich nicht. "Aber Lissabon ist in" und der Oberbürgermeister unternimmt alles, um es so zu belassen.

ESC-Beispiel: Die Stadtverwaltung hat fünf Mio. EUR in die Werbebranche gesteckt. "â??Wir rechnet mit 25 Mio. Umsatz wÃ?hrend des Wettbewerbes. Doch immer mehr Lissaboner beklagen sich über die touristische Invasion. Es hat einen viel zu teuren Wert, die Großstadt verliert ihren Charme, die Wohnqualität für die Einwohner sinkt. Die Bevölkerungsstatistik beweist bereits, dass etwas außer Kontrolle gerät: Es gibt gerade einmal 500.000 Einwohner von Lissabon, sechs Mio. Besucher; in der von zwölf Mio. Menschen frequentierten Landeshauptstadt Madrid gibt es bis zu 3,3 Mio. Menschen.

"Es ist schwierig geworden, einen Lissaboner Bürger in Lissabon zu treffen", macht Luís Paisana mit einem säuerlichen Gesicht Witze. In Bairro Alto, einem weiteren alten Stadtteil und touristischen Hotspot, ist er Präsident des Einwohnerverbandes. Schlechter ist, dass, genau wie im Bairro Alto, in allen Altstadtkernen immer mehr Wohnflächen von ihrem Zweck abgelenkt werden: "Einst werden Billigwohnungen in Ferienwohnungen umgewandelt", sagt Paisana.

"â??Die Altmieter, die die neuen, Ã?uÃ?erst teueren Mietpreise nicht zahlen können, werden aus ihren Appartements vertrieben. "Immer mehr Lissabon-Bürger müssen in die Wohnheime rund um die Landeshauptstadt umziehen, weil sie es sich nicht mehr erlauben können, in Lissabon zu wohnen. "Ihr Hausherr hat ihr mitgeteilt, die Ferienwohnung zu verlassen, nach dem in Lissabon gebräuchlichen Schema: Eigene Bedürfnisse erfassen, umwandeln, dann an Urlauber weitervermieten.

Etwa 3500 Appartements wurden in der Innenstadt zu Ferienwohnungen umgebaut und sind für die Lissaboner mit einem durchschnittlichen Einkommen von weniger als 1000 EUR pro Tag unbezahlbar geworden. Und dann ist da noch das Gedränge: Die Touristenwarteschlange am Martim-Moniz-Platz ist schon früh am Morgen unendlich, jeder will mit der Tramlinie 28 durch die Innenstadt reisen - gerade die Älteren, die von diesem Transportmittel abhängig sind, haben keine Aussichten.

Der Immobilienpreis im Quartier steigt auf atemberaubende Höhe, aus alten Quartiersläden sind Souvenirläden geworden. "â??Die StÃ?dte ist nur an dem, was der Fremdenverkehr bringtâ??, beklagt Luís Paisana aus dem Bezirk Bairro Alto. "Der Oberbürgermeister kümmert sich nicht um die Wohnqualität in Lissabon. Mittlerweile hat sich Lissabon als touristisches Ziel durchgesetzt, kann aber sicherlich noch mehr Gäste aufnehmen, sagt Fernando Medina.

Mit internationalen Events wie dem ESC kann die Bekanntheit der am Tejo gelegenen Hansestadt noch gesteigert werden. Dank des WSA sprechen alle über Lissabon, und die Zahl der Touristen wird in diesem Jahr voraussichtlich wieder deutlich ansteigen.

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