Koh Chang Dschungeltour

Dschungeltour Koh Chang

Wenn Sie den Dschungel aus nächster Nähe kennen lernen wollen, sollten Sie unbedingt eine Wanderung durch den unberührten Nationalpark der Insel Koh Chang unternehmen. Mit den Einheimischen im Dschungel schwimmen. Das ist ein Dschungelduell der besonderen Art.

Reisejournal: Jungle-Trekking mit Raht - Thailand, Koh Chang

Mit einer 6-stündigen, abenteuerlichen Mammut Tour durch den noch nahezu unangetasteten Dschungel auf Koh Chang.... An unserem letzen Tag auf Koh Chang haben wir uns viel vorgenommen: Mit dem "Dschungel-Mann" Raht gehen wir in die Abgründe des nahezu unangetasteten Regenwalds im Südpol.

Vor uns liegt eine 6-stündige Wanderung und ich bin immer noch hoch motiviert (weil ich nicht weiss, was mich erwartet). Maria, unsere lokale Reisebüro-Kontaktperson, hatte uns bereits gewarnt, dass Wandern mit Raht kein Spaziergang im Park sein wird, aber wir wollten die Zeit nicht versäumen, den unangetasteten Urwald zu erkunden.

Wenige Augenblicke später ist das Taxi da, Raht bittet uns ausgelassen um Entschuldigung, sie sind vor allem von Kai Bae noch einmal rückwärts gefahren, dann geht es auf die Reise. In Lonely Beach gesellen sich zwei weitere Londoner zu uns und kurz darauf versammeln wir uns um Raht am Eingang des Urwaldes.

Es wird mit frischem Trinkwasser, einer Banane, Red Bull und Nescafe ("You will be tired!" Versprechungen Raht) gefüllt, von A bis Z mit Insektenschutzmittel bespritzt, dann werden unsere Rücksäcke auf die Schulter genommen und wir gehen in dichtes Urwald. Raht macht immer eine kleine Verschnaufpause, um uns Pflanzen und Tiere zu erklären.

Man sieht Thermitenhügel (meine geöffneten Trekkingsandalen werden angelächelt - vermutlich würden mich die Thermiten vom kleinen Zeh bis zum Kamm fressen - wenn mir Raht zum Glueck einfach nicht die richtige Saison erklaert), Tarantelloecher, Schlange, Schaukeln, Schwingen an Weinstöcken und Korkele. Auch Raht trägt eine orangen duftende Masse, die er auf den jucken und anschwellenden Stachel aufträgt und die auch heiss wird - aber zum Glueck lassen die Schmerzen nach.

Nur aus der Ferne hört man Äffchen und Raht erinnert uns immer wieder an die Pause, weil wir zu lautes Sprechen, Gelächter oder Sturz durch das dichtere Gestrüpp. Und Raht erläutert auch, wie Gummi gewonnen wird (die Hölzer werden zerkratzt und der Gummi fließt dann harzartig in kleine Behälter) und wie viele Dingen die Thailänder aus Bambusstäben machen.

Wir haben aber nicht viel Zeit und machen uns auf den Weg zum Höhepunkt des Abends, einem kleinen Tropfen Wasser. Natürlich ist er immer noch in Topform und in Topform und taucht aus dem Fels in das 9 m tief liegende Fangbecken des Sommers. Mit dem Hinweis, dass es nur noch 10 Min. bis zum Wagen sind, will uns Robert versuchen zu bewegen - aber am Ende sind es nur noch 3h.

Zum Glück verzichtet die Band auf den legendären "Monkey Table" (was auch immer das sein mag, ein Affentisch?!) und Raht hat Mitleid mit uns und erschreckt uns nun auf dem "einfacheren" Weg in seinen Blicken. Heute durchqueren wir meist ebenerdige Bambuswälder, schauen uns die riesigen alten Riesenbäume an und erreichen mit den Bewohnern, denen Raht unsere Reste hinterlässt, eine schmutzige Zinnhütte im Urwald.

Mit Raht rede ich, aber er schultert nur mit den Achseln und sagt, dass jeder für sich selbst aufkommt. Raht berichtet über die Konsequenzen des vergangenen Tsunami an einer komplett zertrümmerten Flussbrücke in einem anderen trockenen Fluss. Wir sind uns alle einig: Nie wieder mit RAHT TREKKEN!

Zumindest können wir immer noch behaupten, dass wir mitten im Urwald waren, mit Raht, dessen Vorliebe für die Umwelt, seinen Naturpark und seine lnsel Hoffnungsvoll noch Teil vieler Urlauber sein wird.

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