Brasilia

Brazilien

Brasilien[b?a?zilj?] ist die Hauptstadt Brasiliens. Die Stadt Brasilia war ein Versuch, eine ideale Hauptstadt zu schaffen, die alle Bedürfnisse ihrer Bewohner befriedigen würde.

Die Stadt Brasilia ist die Hauptstadt Brasiliens und liegt im zentralen Westen des Landes, im sogenannten Cerrado. Mit Brasilia sollten große Visionen erfüllt werden. Mit einem brasilianischen Witz fragt der Lehrer seine Klasse nach den drei größten Wüsten unseres Planeten.

Brasilien: Brasilia - Südamerika - Unternehmenskultur

Seit den ersten Bemühungen um die Erlangung der Selbständigkeit von der portuanischen Königskrone Ende des achtzehnten Jahrhundert träumte die Brasilianerin von einer Metropole im Landesinnern. Die Regente Brasiliens erträumten davon, sich im Falle einer Besetzung des großen Staates mit einer Zentralhauptstadt besser aufzustellen. Er beauftragte den jungen brazilianischen Baumeister Oscar Niemeyer, den er aus seiner Zeit als Oberbürgermeister der Landeshauptstadt Belo Horizonte kennenlernte und dem er vertrauen konnte, mit der Planung der Bauten.

Es überrascht nicht, dass die grenzüberschreitende Vergabe der Pläne ihren Lehrer, den Städteplaner Lúcio Costa, einen Vordenker für moderne Baukunst in Brasilien, gewonnen hat. Costa's Konzept für eine neue Metropole war ebenso simpel wie genial: Er bemalte ein Fadenkreuz auf eine Karte und machte es zur Grundlage seines "Plano Piloto", seines Lageplans.

Noch heute wird die brasilianische Innenstadt als so genannte Stadt bezeichnet. An der Kreuzung liegt das Zentrum der Stadt Brasilia: ein Busstation. Die 700 m lange Bushaltestelle ähnelt einem mehrgeschossigen Autobahnanschluss mit einem Supermarkt-Parkplatz im Dachgeschoss. Aber der Blick ist monumental: Hinter dem Betrachter ragen Hochhäuser empor, in denen sich der Hauptsitz der wichtigsten Firmen des Staates wiederfindet.

Am Rande befinden sich 18 einheitliche Plattenhäuser, Brasiliens Bundesministerien. Am " Place der drei Gewinde ", dem Hauptwerk des im Dez. 2012 gestorbenen Stararchitekten Oscar Niemeyer, geht die Straße zu Ende. Damals waren die Gebäudeformen neuartig: "Oscar Niemeyer verwendete Stahlbeton und seine stoffliche Umformbarkeit wie kein anderer vor ihm", erläutert Frederico de Holanda, Architekturprofessor an der University of Brasilia.

Nimmeyer erschuf eine "Symphonie der Formen", wie er sie selbst bezeichnete. Niemeyer notiert in seinen Memoiren: "Der rechte Blickwinkel hat mich nie gelockt, nicht die gerade, harte, unflexible, vom Menschen geschaffene Gerade. Von der Bushaltestelle aus macht er eine leichte Kurve nach SÃ??den und Nordnorwegen. Deshalb haben die Brasilianer die Gestalt ihrer Hauptstadtregion immer mit der eines Flugzeugs verglichen.

"Die Planerin Lucía Costa hat in der Zeit zwischen der Skizze des ursprünglichen Plans und seiner Realisierung herausgefunden, dass die Entfernung zwischen Nord- und Südtrakt zu groß wäre", sagt Architekturprofessor Holanda. Darin hat Costa ein weit verästeltes Straßennetz geschaffen. Für Fussgänger ist es immer noch schwierig, die mehrspurigen Strassen Brasiliens zu durchqueren.

"Das ist das Wasser von Brasilien", sagte er einmal. Als Nachfolger des Pioniers der Moderne in Frankreich, Le Corbusier, für den eine Großstadt vor allem zweckmäßig sein musste, war er ein Nachfolger. Der Brasilianer, wie sich die Brasilianer bezeichnen, lebt gerne in den Superblöcken, sagt Architekturprofessor Frederico da Holanda: "Es ist sehr still, auch wenn wir hier im Mittelpunkt stehen.

"Costa und Niemeyer wollten eine vollkommene neue Weltstadt errichten. Die Landeshauptstadt wurde für 600.000 Menschen konzipiert, heute zählt sie knapp 2,8 Mio. Menschen. "Idealerweise sollte Brasilia eine friedliche Metropole sein", sagte Frederico de Holanda. Sie sahen den einzigen Ort außerhalb des Pilotplans im Hintergrund. "Bustreiber und Schriftführer, Kunsthandwerker und Hausangestellte gründen Ansiedlungen außerhalb des Stadtzentrums.

"Im Zentrum Brasiliens, dem Hauptbusbahnhof, ist der Ansturm am Spätnachmittag hoch. 20 km vom Pilotplan entfernt steht die Trabantenstadt. "â??Die HÃ?lfte aller ArbeitsplÃ?tze liegen im Rahmen des Pilotplansâ??, sagt Architekturprofessor Holanda. "Doch 90 Prozentpunkte der Anwohner wohnen im Freien. Die Metropole hat mit ihrer Erschließung auch immer mehr Menschen aus dem Mittelstand angezogen", sagt Frederico de Holanda.

Im Alter von 19 Jahren kam Augusto Ferreira de Souza aus der Region nach Brasilia, um sein Glücksgefühl zu ergründen. "Er schuldet Brasilia viel und hat es jetzt sehr bequem: "Ich bin in Brasilien viel unterwegs. Brasilia ist nach Angaben der UNO eine der am stärksten von sozialer Benachteiligung betroffenen Stadt. Die Westküste von Ceilândia wird als Brasiliens gefährlichstes Gebiet angesehen und ist der Hauptort mit seinem Föderalbezirk, der in allen Bereichen der brasilianischen Kriminalstatistik einen hohen Rang hat.

Brasilia leitet die Mordstatistiken noch vor den Millionenstädten Rio de Janeiro oder São Paulo, die als gefährliche Orte gelten.

Mehr zum Thema